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Der Charme der sehr alten Dame

und: Ein Neubeginn

Reinhard Podolsky/mediadesign.at

Seit den 70er Jahren ist die Burg Gars sommerliche Heimstätte für große Oper. 2013 wurde ein Neubeginn gesetzt: Damals  kreuzten sich zwei Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten, in Gars am Kamp und erlagen dem Charme der Burg Gars: Der Dirigent Johannes Wildner wurde künstlerischer Leiter der Oper und 2014 übernahm Rudolf Berger nach Leitungsfunktionen in Straßburg und Wien (Kammeroper, Staatsoper, Volksoper) die Geschäftsführung der Burg Gars GmbH. Rudolf Berger, der international als kulturpolitischer Berater tätig ist, sieht von Anbeginn die Burg als „spirituelles Kraftzentrum dar, dessen Wirkung weit über die Grenzen von Gars hinausreicht.“ 2018 übernahm Peter Schneyder als neuer Geschäftsführer die wirtschaftliche Verantwortung. Der Wiener Unternehmer hat Musik studiert und war lange im Kulturmanagement tätig. Ergänzt wird das kaufmännische Team durch Produktionsleiterin Mag. Katharina Stockinger, die vom Freilufttheater bis zum Kindertheater auf eine reichhaltige Theatererfahrung zurückblickt.

Johannes Wildner war als Geiger Mitglied der Wiener Philharmoniker, dann als Dirigent an der Oper Leipzig, als Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen und als erster Gastdirigent des BBC-Concert Orchestra in London tätig. 2014 wurde er auf einen Lehrstuhl für Orchesterdirigieren an der Wiener Musikuniversität berufen. Im selben Jahr startete er in Gars mit „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber seinen ersten Sommer in der Burg, 2015 folgte „Don Carlo“ und 2016 „Otello“. 2017 gehörte die Burg der „Zauberflöte“. „TOSCA“ stand 2018 auf dem Programm des Waldviertler Opernhauses. Mit hochkarätigen Opernproduktionen wachsen die Publikumszahlen von Jahr zu Jahr und mit ihnen die Bedeutung der Burg als sommerliche Opernspielstätte.

Mit dem Neubeginn startet die altehrwürdige Burg Gars ebenfalls in einen neuen Lebensabschnitt – als Veranstaltungszentrum. Die jahrhundertealten Mauern sind nun das ganze Jahr über wunderbare Kulisse für klassische Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, verschiedenste Kinderveranstaltungen und Feste, aber auch Clubbings und nostalgische „Tribute-Konzerte“ für Rock- und Pop-Legenden wie Beatles, Queen, Elvis, ABBA … 2017 wurde das Kleinod der Burg, der tausend Jahre alte Nordturm, nach einer aufwändigen Restaurierung als weitere Bühne für Veranstaltungen wieder begehbar gemacht.

Von der Aussichtsplattform des Turms liegt Ihnen Gars, das Kamptal und das Horner Becken zu Füßen. Genießen Sie das Gefühl, durch den einzigartigen Ausblick auf die jahrhundertealte Kulturlandschaft mit dem Land, seiner Geschichte, aber auch seiner Zukunft zu verschmelzen.

Die Burg Gars – ein Zentrum der Kultur: gestern, heute morgen.

Ein glücklicher Start
Große Erfolge

Foto: ©Reinhard Podolsky/mediadesign.at