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„Die leidenschaftlichste Tosca in diesem Sommer“

Das sagt die Presse

© Reinhard Podolsky/mediadesign.at

Die Presse
„Johannes Wildner sorgt seit fünf Jahren für neuen Schwung bei den Opernfestspielen in Gars am Kamp. Seine Neuproduktionen widmet der Intendant gerne den Ideen der Aufklärung (…). Wieder wird die Dominanz der Burgruine als Bühnenbild geschickt genutzt, im ersten Akt dienen deren Bögen als Kapelle und Kirchenportal. Ein Kreuz, ein verhülltes Gemälde, ein Tisch und eine Kirchenbank reichen aus – die Kargheit der Ausstattung lässt nichts vermissen. Umso intensiver wirkt vielmehr das Spiel der Protagonisten, umso eindrucksvoller fügt sich alles in die Kulisse der Burg.“

Kronen Zeitung
„Dirigent Johannes Wildner leitet Sänger und Orchester mit ruhiger Hand, großem Bogen, ohne Hast. Und szenisch? In der Doppelinszenierung von Wolfgang Gratschmaier und Stephanie Schimmer wird die Handlung klar in Open-Air-tauglichen Bildern erzählt, Scarpia ist so dunkel wie nötig, Tosca mehr resolut als demütig gläubig, Cavaradossi ein sympathischer Charakter. Alles fügt sich souverän zusammen – und am wolkenlosen Himmel leuchten die Sterne.“

Wiener Zeitung
„Bereits zur Premiere präsentierte sich die Ruine Gars in bestem Gewand – ebenso wie die einfühlsam direkte Regie des Teams Wolfgang Gratschmaier und Stephanie Schimmer. So wurde in den alten Mauern lieber mit Rittertafel, wenigen Requisiten der Zeit (ebenso angedeutete Empire-Kostüme von Gerlinde Höglhammer) und der effektvollen Lichtregie von Harald Michlits die Geschichte einer Sängerin authentisch erzählt, die für Kunst wie Liebe lebt und trotz aller gut gemeinter Versuche im Strudel der Machtbesessenheit vergeht: Die Tosca der kasachischen Sopranistin Lada Kyssy lebte mit starkem, gut intonierendem Sopran eine einerseits selbstständige, dennoch verletzliche Titelheldin vor. Kein Wunder, dass der richtig böse Baron Scarpia des ungarischen Baritons Michele Kalmandy sie bis zum finalen Messerstich mit einer souveränen Inbrunst begehrte.“

Niederösterreichische Nachrichten
„Liebe und Intrige, Lust und Mord – gibt’s alles, in der großen Oper. Aber: So viel davon, wie unter und auf den Garser Burgmauern, gab’s heuer noch selten, im prallen Theatersommer. Da liebt und leidet und flirtet und schmachtet und tötet und stirbt eine dermaßen leidenschaftliche Tosca (stolz, schön, gut: Lada Kyssy), dass selbst die tragische Traviata im Klosterneuburger Stiftshof da nicht mitkann.
Dazu ein engagiertes Orchester, ein souveränes Ensemble (himmlisch: Katharina Tschakert als Pastorello, teuflisch: Michele Kalmandy als Scarpia, solide: Oscar Marín als Cavaradossi), ein eindrucksvoller Nonnenchor, eine komische Ministranten-Elf und eine Kulisse, die
sogar als Engelsburg durchgeht – Kirchenglocken und Kellerschlüssel inklusive.
Fazit: Die leidenschaftlichste Tosca in diesem Sommer – schlichtweg grandios!“

Kurier
„Die kasachische Sopranistin Lada Kyssy sieht als Tosca nicht nur attraktiv aus, sie singt auch berührend und mit der nötigen Kraft für die dramatischen Ausbrüche. Oscar Marin (Cavaradossi) gewinnt durch sympathisch lockeres Spiel und ein klangschöne Mittellage, in der Höhe wirkt die Stimme bisweilen End. Mit dem Einspringer Michele Kalmandy als Scarpia hat man einen guten Griff getan: Er besitzt Durchschlagskraft und Volumen, ist wohl nicht der eleganteste Vertreter der Rolle, aber kann überzeugen. Als Sagrestano, der zwischen Genuss und Bigotterie schwankt, liefert Marcus Pelz eine witzige Vignette, den Spitzel Spoleta wertet Benedikt Kobels präzise Darstellung auf.“

Neues Volksblatt
„Das Regie-Duo Wolfgang Gratschmaier (u.a. Volksoper) und Stephanie Schimmer hat aus verschiedenen Blickwinkeln im Sinne des Komponisten, aber auch des Dramatikers Victorien Sardou und der Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica mit Giacomo Puccinis „Tosca“ ein Gesamtkunstwerk für Gars am Kamp geschaffen. Gratschmaiers Stärke liegt im emotionalen, im dramatisch drängenden Element. Die Intention der gefühlvollen, am Detail feilenden Stephanie Schimmer verbinden sich mit jenen von Gratschmaier zu einer idealen Kombination. Aus dieser Kooperation entstand für Gars ein wunderbares Gesamtkunstwerk.“

Online Merker
„(…) wenn dann eine stimmungsvolle Inszenierung von „Tosca“ von Giacomo Puccini durch Wolfgang Gratschmaier (Bühneninstallationen Asim Dzino/Kostüme Gerlinde Höglhammer) mit dem idealen Sommernachts-Wetter kombiniert wird, kommt man rasch ins Schwärmen. Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr der Transfer von der Engelsburg in Rom in die älteste Babenberger-Burg Österreichs (hier wurde Leopold III. geboren) gelungen ist. (…) Aber die wirkliche Sensation war die gelungene Raum-Auslastung; etwa wenn am Beginn des 3.Aktes die Morgendämmerung mit den Glocken Roms beschrieben wird. Da ertönen in Gars doch wahrlich die diversen Glocken-Klänge im digitalen Surround-Verfahren. Wer da keine Gänsehaut bekommt, der ist für die Gattung „Oper“ vermutlich verloren.“

Kultur & Wein
„Wo sonst kann man bei der Arie „E lucevan le stelle“ gen Himmel blicken und tatsächlich Sternderl schau´n? Wenn das nicht Romantik pur ist, was Oper Burg Gars heuer mit Tosca bietet!? (…)
Man spürt die Leidenschaft, wozu nicht unwesentlich das Orchester unter Johannes Wildner beiträgt. Er setzt Giacomo Puccinis Klangwelt mit den jungen Musikern der Klangvereinigung Wien als Orchester der Oper Burg Gars in beeindruckender Weise um. Der Dirigent entfacht Stürme geradeso wie Liebesschmerz und verrät mit mächtig tiefem Blech die verhängnisvollen Absichten der nicht wenigen finsteren Gestalten, die dem Glück von Tosca und Cavaradossi im Wege stehen.“