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© Tamás Nánási

TOSCA 2018
Scarpia

Michele Kalmandy

Bariton

Der ungarische Bariton Michele Kalmandy erhielt bereits mit 6 Jahren Klavierunterricht, spielte dann auch klassische Gitarre und eine Reihe anderer Instrumente. Schon mit 24 Jahren schloss er sein Studium an der G. Dhima Akademie in Cluj-Napoca ab und sang bereits damals die Titelpartie in Verdis Nabucco, die bis heute eine seiner wichtigsten Rollen geblieben ist.
Seine internationale Karriere begann er dann ebenfalls als Nabucco am Teatro Verdi in Triest. In der Folge erhielt er zahlreiche Einladungen an große Opernhäuser, in bedeutende Konzerthäuser und zu wichtigen Festivals, wie das Teatro dell’Opera in Rom, das Teatro di San Carlo in Neapel, das Teatro Massimo Bellini in Sizilien, den Musikverein Wien, die Tonhalle Zürich, die Alte Oper Frankfurt, die deutschen Opernhäuser von Wiesbaden, Karlsruhe und Essen, das Royal Swedish Opera Stockholm, die Oper Göteborg, die Minnesota Orchestra Hall, das Barbican Centre London, das Theatre Royal Glasgow, das Festival Theatre Edinburgh, das Grand Théatre Bordeaux, das Opernhaus von Valencia, das Teatr Wielki Warschau, das Mikhailovsky Theater in Sankt Petersburg, die Staatsoper Prag, das Savonlinna Opern Festival, die Opernhäuser von Beijing und Seoul etc.
In derselben Zeit sang er ein breites Repertoire großer Baritonpartien an der Ungarischen Staatsoper in Budapest.
Michele Kalmandy hat mit Dirigenten wie János Ács, Christian Badea, Fabrizio Maria Carminati, Gianluigi Gelmetti, Ervin Lukács, Pier Giorgio Morandi, Kent Nagano, Tiziano Severini und Johannes Wildner, sowie mit Regisseuren wie Hugo De Ana, Aniara Amos, Gianfranco De Bosio, Beppe De Tommasi, Giorgio Pressburger, Olivier Tambosi oder Stefano Vizioli gearbeitet. Unter seinen Bühnenpartnern waren u.a. Éva Marton, Edita Gruberova, Ildikó Komlósi, Norma Fantini, Patrizia Ciofi, Placido Domingo, José Cura, Piotr Beczala, Ferruccio Furlanetto and Yevgeny Nesterenko.
Für seine künstlerischen Leistungen wurde Kalmandy 2013 der Titel Kammersänger verliehen. 2015 wählte ihn das ungarische Publikum als neues Mitglied der „Gesellschaft der Unsterblichen Künstler“, weshalb er seinen Fußabdruck im Pflaster des Budapester Theaterbezirks verewigen durfte.

Foto: © Tamás Nánási